Wapakoneta-Platz


Foto – Stefan Herringslack

Audio

Lesen

Wie heißt das hier? Wa-Pa-Ko-Ne-Ta-Platz? Was ist das denn? Sind wir hier in Japan oder auf den Fidschis, oder was?

Ach nee, kiek mol, Wapakoneta! Da war doch was. Na klar!

„Es ist ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für die Menschheit“! Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, der ist in Wapakoneta geboren! Mensch, das hat hier also gar nix mit die Japaners zu tun, sondern mit Amerika! Wapakoneta! Du, ich glaub, das is was Indianisches, ja, die roten Brüder von Winnetou! Heißt bestimmt so viel wie: „Platz der weißen Knochen“ oder so.

Also wenn ich mir das da so ankucke, dann glaub ich fast, dass Lengerich und Wapakoneta Partnerstädte sind, ja, das sind Schwesterstädte oder Amerikanisch: Sister Cities! Toll!

Echt mondän! Aber das is ja auch kein Wunder! Die Lengericher waren ja schon immer auf dem Weg in die große weite Welt, viele von denen sind nach Amerika ausgewandert, zum Beispiel nach Ohio, wo auch, ja genau, wo auch Wapakoneta liegt! Ich sach Ihnen was, die Lengericher, die sind echte „Global Player“, ja.

Nehmen wir zum Beispiel die Firma Bischof und Klein, die sitzen hier seit über 100 Jahren und machen Verpackungen aller Art, heute vor allem aus Kunststoff. Die haben Tochterfirmen in ganz Europa und darüber hinaus. Oder Windmöller und Hölscher, auch schon seit Urgroßväters Zeiten da. Die haben in Lengerich mit der Produktion von Papiertüten angefangen, jetzt liefern sie weltweit ganze Maschienenparks für Verpackungsmaterial. Und natürlich das hiesige Dyckerhoff-Werk, in dem man seit rund 150 Jahren mit dem Kalk des Teutoburger Waldes Zement macht. Wo die schon überall hingeliefert haben. Na klar, auch wieder über den großen Teich. Das Stadion von Montevideo haben die damit gebaut, und, Achtung, jetzt kommt´s: den Sockel der Freiheitsstatue in New York! Jawohl!

So, nu is ja wohl auch klar, warum man hier in Lengerich so´n Wapakoneta-Platz braucht, ja regelrecht haben muss. Jo, hab ich doch gleich gewusst!

Karte