Tecklenburg Münsterlandblick

Ein Blick bis zu den Alpen!

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Oje, Oje-Oje! Was für eine Störung! Hören Sie mich? Ja? Ja? Das ist gut, denn die Störung hat nichts mit ihrem Gerät zu tun. Nein, Sie selber stehen nämlich auf dieser Störung! Es handelt sich dabei um eine tektonische Störung, die zugegebenermaßen schon etwas länger Bestand hat. Der Teutoburger Wald, an dessen Rand Sie hier stehen, und das gesamte Osnabrücker Hügelland bis hin zum Wiehengebirge entstanden nämlich schon vor etwa 100 Millionen Jahren. Jetzt fragen Sie mich, wieso der Teutoburger Wald denn eine Störung sein soll. Ist doch Unsinn, ganz im Gegenteil, der ist doch wohl ziemlich nett anzusehen und stört überhaupt nicht! Und da gebe ich Ihnen auch vollkommen Recht. Das hier ist wirklich ein schönes Fleckchen Erde. Und wenn man von hier aus Richtung Süden guckt, da kann einem schon das Herz aufgehen. – Je besser das Wetter, natürlich desto mehr! Sehen Sie nur ganz dahinten, da liegt schon die alte Universitätsstadt Münster mit ihren vielen wunderschönen alten Kirchen und den modernen Türmen der Uniklinik. 30 Km  Luftlinie sind das von hier aus etwa bis dahin. Ein Stück rechts davon sehen Sie die Höhen der Baumberge bei Billerbeck .Und die Landschaft der Münsterländer Tiefebene mit ihren vielen Wiesen, Feldern und Wäldern und den eingestreuten Gehöften sieht fast aus wie ein einziger großer Park.

Aber jetzt wissen Sie immer noch nicht, warum der Teutoburger Wald eine Störung, genauer: eine tektonische Störung ist. Haben Sie eine Ahnung, wie die Gebirge entstehen? Falls nicht, verrat ich´s Ihnen einfach: Durch die Kontinentalverschiebung wird die Oberfläche unserer guten alten Erde immer wieder in Aufruhr gebracht. Eine Kontinentalplatte schiebt sich langsam über Jahrmillionen hinweg gegen eine andere. Dabei wird gewaltiger Druck auf die Gesteinsschichten ausgeübt, so dass sie sich auffalten. Die Berge wachsen dabei so langsam, dass es niemand merken kann, in den Himmel.

Bei uns ist es Afrika, das Richtung Europa driftet und dabei die Alpen aufwirft. Aber auch hier bei uns im Norden zeigt der Druck noch seine Wirkung. Denn da, wo die Gesteinsschichten des Bodens nicht ganz so einheitlich oder intakt sind, wie hier bei uns zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge, geben sie dem Druck am ehesten nach und bilden wunderschöne Gebirgszüge. Sie sehen also, so eine Störung muss durchaus nichts Schlechtes sein!

Machen Sie´s gut und genießen Sie noch die schöne Aussicht von unserem Münsterlandblick!

 „Von Hexen, Flüchen und finsterer Magie!“

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Unter uns, direkt am Hang des Teutoburger Waldes, schlängelt sich der Tecklenburger Hexenpfad. Er heißt nicht umsonst so, denn er führt nur ein wenig südwestlich von hier im lichten Wald vorbei an einem mächtigen Felsen, der Teufelsklippen oder auch Hexenküche genannt wird. Es heißt dass, in längst vergangener Zeit die Hexen immer zur Mitternachtsstunde auf ihren Besen herbeigeflogen kamen, um unterhalb des Felsens ihre Zaubertränke zu brauen. Dann feierten und tanzten sie ausgelassen bis zum Ende der Nacht. Oft nahm sogar der Teufel selbst an diesen wüsten Feiern teil. Aber niemand sollte es wagen, auch nur einen unerlaubten Blick auf das absonderliche Treiben zu werfen. Denn wagte es doch einer, verfolgte ihn der schauerliche Fluch der Hexen.

Einmal verfing sich sogar der Graf von Tecklenburg in ein solches Gespinst finsterer Zauberei. Der des Nachts heimkommende Graf hörte schon von Weitem das Getöse der sich zur Feier rüstenden Hexen. Nur einen Augenblick später schlug vom Kirchturm her die Glocke zwölf Mal. Wie von einem magischen Faden gezogen führten die Schritte des Grafen halb gegen seinen Willen zum oberen Rand der Felsklippe. Nun musste er, ob er wollte oder nicht, einen Blick auf die ungeheuerliche Gesellschaft dort unten werfen. Sobald er aber verstohlen über die Felskante blickte, erscholl von unten ein infernalischer Lärm, der ihn betäubt niedersinken ließ. Erst am nächsten Morgen fanden ihn dort seine Diener und stimmten sofort ein lautes Wehklagen an, denn sie glaubten nichts weniger als dass ihr Graf tot sei, so flach atmete er nur noch. Nur seine tapfere Gemahlin wollte nicht an der Endgültigkeit dieses Schicksals glauben. In der nächsten Nacht kleidete sie sich in lange weiße Gewänder, nahm ein Kruzifix zur Hand und machte sich von der Burg aus auf den Weg zum Felsen. Kaum war sie dort angekommen, erscholl ein donnerndes Getöse. Der Felsen öffnete sich und heraus stieg der Teufel selbst. Mit seinen rußgefärbten Klauen griff er hohnlachend nach der Gräfin, da er meinte, nun auch sie in seine Gewalt zu bekommen. Allein er konnte sie nicht fassen, da sie so inbrünstig betete. Dann hob sie das Zeichen des Erlösers, das sie bei sich trug, in die Höhe und betete voller Gottvertrauen laut mit fester Stimme. Sofort wich der Teufel zurück. Er spuckte Gift und Galle, konnte der tapferen Frau jedoch nichts antun. Er schlug und trat mit solcher Wut auf den Felsen ein, dass die Abdrücke dort heute noch zu sehen sind. Mit höllischen Flüchen auf den Lippen musste der Teufel schließlich weichen und stürzte heulend zurück in die Unterwelt. Damit aber war der Bann gebrochen. Als die Gräfin zurück zur Burg eilte, wusste ihr schon die Torwache davon zu berichten, dass ihr Gemahl, der Graf, aus seinem Todesschlaf erwacht sei.

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