Waldbühne

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Die Waldbühne in Kloster Oesede ist ein wirklich ganz besonderes Theater, denn es gründet sich auf das enorme Engagement von mittlerweile 250 Ehrenamtlichen, die im Waldbühnenverein gemeinsam und mit viel Herzblut wirklich Erstaunliches auf die Beine stellen.

Der gesamte Spielbetrieb der Waldbühne Kloster Oesede wird von dem Verein organisiert: Von der Regie und der Produktionsleitung, über die Bühnenarbeit der Darsteller und Musiker bis zu den vielfältigen Vorbereitungen durch Bühnenbau, Kostümherstellung, Maske, Technik und vieles mehr. Dazu kommen noch die vielen Helferinnen und Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf vor und während der Aufführungen sorgen.

Über den Sommer hinweg spielt sich für viele Vereinsmitglieder ein Großteil der Freizeit auf oder hinter der Bühne ab. Nach der Saison ist jedoch immer auch vor der Saison, deshalb freuen sich alle schon darauf, wenn im November die Vorbereitungen für den kommenden Sommer wieder beginnen. An der Freude und Tatkraft der Beteiligten merkt man: Die Waldbühne ist ein besonderer Ort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihren gemeinsamen Mittelpunkt finden.

Der Waldbühnenverein und Stadt betreiben seit vielen Jahren die Bühne gemeinsam, die inzwischen jährlich über dreißig Veranstaltungstermine anbietet und mehr als 25000 Besucher anlockt, d.h. im Schnitt fast 1000 Zuschauer pro Aufführung. Kloster Oesede hat damit eine der besucherstärksten Amateurfreilichtbühnen in ganz Deutschland.

Dieser Erfolg ist aber nicht vom Himmel gefallen, sondern ist die Frucht langfristiger harter Arbeit. Die Zuschauer kommen hierher, weil sich die Bühne über Jahre hinweg den Ruf erarbeitet hat, auf sehr professionelle Art interessante Inszenierungen und gute Unterhaltung zu bieten.

Dass die Waldbühne einmal ein solch erfolgreiches Projekt werden würde, war zu Zeiten ihrer Gründung nicht absehbar.

1951 wurde die Waldbühne in Kloster Oesede in einer natürlichen Senke gebaut. Unterstützung erhielt die Gemeinde dabei von Gruppen aus der katholischen Kirche, aber auch von Jugendlichen, die im Rahmen von internationalen Jugendcamps nach Kloster Oesede kamen.

Der Landkreis forcierte und finanziell unterstützte 1957 den Ausbau mit einer erweiterten Zuschauertribüne und Gebäuden für Regie und Platzwart. Nach Jahrzehnten des Theaterbetriebes und zeitweilig eines Popfestivals, versank die Waldbühne für einige Jahre in einen Dornröschenschlaf.

Seit 1988 wird hier jedoch wieder ohne Unterbrechung Theater gespielt, seit 2003 unter Ägide des Waldbühnenvereines. So hat sich schließlich die Waldbühne als Kulturort mit besonderer Atmosphäre etabliert.

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