Hofstelle Duling

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Seht, da kommt ein Reiter aus Richtung Osnabrück. Er scheint es eilig zu haben.
Bote: Ich komm von Münster her gleich Sporensreich geritten
Und habe nun das meist des Weges überschritten
Ich bringe gute Post und neue Friedenszeit
Der Frieden ist gemacht, gewendet alles Leid!
Habt ihr gehört? Es ist Frieden, Frieden! Was für ein Glück!
Bote: Der Höchste sei gelobt, der Friede ist getroffen
Fortan sei männiglich ein besser Jahr zu hoffen
Der Priester und das Buch, der Ratsherr und das Schwert
Der Bauer und der Pflug, der Ochs und das Pferd
So feiert denn, ihr Leut´, Grund habt ihr nun allemal! Hüa!
Was für eine Erleichterung es für die Menschen war, als der 30jährige Krieg endlich zu Ende ging! 30 Jahre fürchterlichstes Blutvergießen und Verheerung ganzer Landstriche waren vorüber. Auch die Bauern des Osnabrücker Landes hatte es immer wieder schlimm getroffen. Oft genug konnten sie nicht ernten, was sie gesät hatten. Zumal wenn die Frontlinie sich wieder geändert hatte, rückten einmal mehr neue Soldaten in die Region ein, die sich nahmen, was sie wollten.
Zum 350. Jahrestag des Westfälischen Friedens 1998 ließ die Gemeinde Wallenhorst einen Friedensgarten als Ort der Ruhe und Besinnung anlegen. Er liegt zwischen der gemeindeeigenen Hofstelle Duling und dem Friedhof. Der Garten selbst ist ein einprägsames Symbol für den Frieden, denn nur in Zeiten der Hege und des Wachstums kann er gedeihen.
Der etwa 6.000 Quadratmeter große Friedensgarten ist darauf angelegt, dem Auge des Besuchers zu jeder Jahreszeit blühende, färbende oder fruchtende Pflanzen zu bieten.
Während der östliche Teil einen parkartigen Charakter hat, erinnert der westliche Teil eher an einen Wald.
Die große Skulptur einer Taube gibt das Grundthema des Gartens vor. Als Friedenssymbol weist sie auf die Freude des Neuanfangs hin, die sich mit dem Westfälischen Frieden verband.
Auf der zur Straße gelegenen Seite des Hofes Duling befindet sich ein Bauerngarten mit Kräuter- und Duftgewächsen, wie er jahrhundertelang für Bauernhäuser dieser Art typisch war. Angelegt haben ihn die Wallenhorster Landfrauen, die die Pflanzen aus ihren eigenen Gärten spendeten.

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