Die „Alte Seilerei“

Der Junkersweg

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Ha! Wiard Haiken bin ich, neuer Herr von Oldersum. Nach langen Kriegen ist die alte Burg der tom Broks, auf mich übergegangen. Natürlich nicht ohne Widerstand. Focko Ukena, der alte Fuchs wollte sich Oldersum eigentlich unter den Nagel reißen. Aber das hat er nun davon! Mit Piraten hat er sich eingelassen, und das wollten die Pfeffersäcke aus Hamburg nicht zulassen. Ich war so klug auf der Seite der Hanse zu kämpfen – und nun bin ich hier Herr im Haus!

Doch jetzt will ich mich erst einmal auf meiner neuen Burg umsehen. Zwei große Steinhäuser hat  diese stattliche Feste und umgeben ist sie von einer schützenden Graft. Sicher, das eine oder andere will nach den Kriegen wieder hergerichtet werden. Aber sobald das geschafft ist, soll niemand mehr mein Haus im Sturm erobern können!

Ich habe gehört, dass das Verlies unter dem Turm besonders tief ist. Ha, da soll man sich wohl vorsehen, dass man dort nicht hinein gerät!

Vielleicht gibt es auf der Burg ja auch noch alte Schätze, das käme mir gut zupass! Einen alten unterirdischen Gang soll es hier geben, unter dem Sieltief hindurch ganz bis zur Kirche oder bis zu der Stelle, wo noch vor einigen Jahren eine zweite Burg stand. Die furchtsamen Burgknechte haben mir gesagt, dass man da nicht hineingehen dürfe, da dort böse Geister hausten. Waschweibergeschwätz! Wahrscheinlich wollen diese Lumpen nur, dass man nicht hinter ihre Geheimnisse kommt. Vielleicht liegt dort sogar der Schatz, den ich mir erhoffe.

He du, Knappe! Wo ist der Eingang zu dem unterirdischen Gang? Red nicht lang! Los, zeig mir, wo er ist! So, auf die Tür! Und nun gib mir eine Fackel!

Nein, du bleibst schön hier! Keiner von euch soll mich begleiten. Das wäre ja noch schöner. Was ich finde, soll niemand anderem gehören! Jaja, schließt nur  wieder die Tür hinter mir, ich komme schon allein zurecht.

Hm, ziemlich dunkel hier. Kalt und feucht

Was war das?... Wer da?! ... Ich bin Wiard Haiken, Herr von Oldersum, kommt sofort heraus und zeigt Euch!

Ha! Meine Fackel! Sie ist aus! …Es ist finster! So finster!

Hilfe! Holt mich hier raus! Sofort!

Wir müssen uns um den guten Wiard Haiken keine Sorgen machen. Denn wenn er wirklich diesen unterirdischen Gang benutzt hat, ist er heil und an einem Stück wieder heraus gekommen. Er ist nämlich der Stammvater der Familie, die sich nach ihrem Stammsitz „von Oldersum“ nannte und hier seit dem 15.  Jhd. fast 200 Jahre lang regierte.

Ob es diese zweite Burg in Oldersum, zu der der geheime Gang einmal geführt haben soll,  tatsächlich gegeben hat, weiß keiner so ganz genau. Allerdings kennen noch heute alteingesessene Oldersumer die hiesige Bezeichnung „Junkersweg“, ein Stück hinter der Seilerei. Sie könnte darauf hinweisen, dass es über das Sieltief hinweg eine Zugbrücke gegeben hat, über die man Einlass zu dieser Burg fand.

De Junkersweg

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Ha! Ick bün Wiard Haiken, de neie Baas van Oldersüm. Noh en lange Riech van Kriege is nuh de olle Burg van de tom Broks op mie övergahn. Ok wenher dat nich ganz sünner Striet so komen is. Focko Ukena, de olle Foss, wull sick Oldersüm egenlick ünner den Nagel rieten. Man sünner mie. Dat hett he nuh dorvan. Mit Piraten hett he sick tosomendohn. Un dat was ja nuh genau dat Richtige för de Peepersacken ut Hambörg. Ick was schlauer, ick stunn an de Siede van de Hanse un hebb mie dat mit de torecht makt un kämpft. Un dorüm bin ICK nuh de Baas in´t Huus!

Man, nuh will ick mie erst mal in mien neie Burg ümkieken. Dat sünd nömlick twee groode Steenhuusen de disse groode Feste hett. Un umto löpt en schützende Graft. Seker, noh disse Kriege mot dat een of anner wedder klar makt worden. Man, wenher dat schafft is, schall kieneen mehr mien Huus in en Stürm erobern. Ick hebb hört, dat dat Verlies ünnern in de Torn besünners deep is. Ha, dor schallen sick de Lüh mol vörsehen, dar van de kieneen dor  runner mott.

Viellicht givt dat hier in disse Burg joh noch en paar olle Schätze. Dat wörde mie jüst topass kamen. Hier schall dat en ollen, unnerirdischen Gang geven, de unner dat Sieldeep langes bit noh de Karke lopen schall, of bit to de Stee, wor noch bit vör een paar Johren de tweede Burg stunn. De furchtsame Knechte hebben mie vertellt, dat dor kieneen hengohn schall, wegens de bösen Geister de dor spuken. Dat is doch man bloots Geplapper van olle Wiever. Wohrschienlick willen disse Lumpen blots, dat man nich achter dat Geheimnis komen deiht. Viellicht liggt dor joh de Schatz!

Hey, Du, Knappe! Wor is de Ingang to dat unnerirdische Gewölbe? Red nich lang! Wies mie de, wor is he? So, nuh man op mit  de Döre, un giv mie de Fackel! Du blievst schön hier! Kieneen schall mit mie gahn, dat was joh wal noch mojeder! Wat ick finn, dat schall ok mie allennig hören! Genau, makt man de Döre achter mie wedder to! Ick kam hier wall allenig klar!

Man, was is dat dunkel hier, un natt un kold!

Wat was dat? Wer is dor? Ick bün Wiard Haiken, de Baas van Oldersüm! Kumm drock ruut un wies die!

Düwel, miene Fackel, se is utgahn! Is dat dunkel, dat is bannig dunkel hier!

Helpet mie, haalt mie hier sofort wedder ruut!!

Wie mööt uns üm Wiard Haiken kiene Sörgen maken. Wenher he disse unnerirdische Gang langes gahn is, dann is he in een Stück wedder rutkamen. He is nömlick de Stammvader van de Familie, de sick noh her Sitz „van Oldersüm“ nömde un siet dat 15. Johrhunnert dor bold tweehunnert Johr regeerde.

Of dat de geheimnisvulle Gang un de tweede Burg in Oldersüm geven hett, dat weet vandaach kieneen mehr so genau. Man, de Ollen in Oldersüm kennen bit vandaach noch de „Junkerswech“ , een Stück achter de Seileree. Man kann annehmen, dat dat  över dat Siel en Zugbrücke geven hett, över de man in de Burg damals rinkomen kunn.

De Junkersweg

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Hoi, Wiard Haiken ben ik, de nieuwe heer van Oldersum. Na lange oorlogen heb ik  de oude Burcht van Tom Broks in mijn  bezit gekregen. Niet zonder tegenstand natuurlijk. Focko Ukena,  de oude vos, wilde Oldersum eigenlijk inpikken. Maar dat komt er nou van. Hij heeft zich ingelaten met zeeschuimers en dat wilden die kooplui uit Hamburg niet gedogen. Ik was zo slim om aan de kant van de Hansen te vechten- en nu ben ik hier heer in huis.

Maar nu wil ik eerst een beetje rondkijken in mijn nieuwe burcht. Twee grote stenen gebouwen heeft deze statige vesting en is omgeven door een verdedigingsgracht. Zeker, een en ander zal na de oorlogen weer worden opgeknapt. Zodra dat echter gedaan is, zal niemand meer mijn huis stormenderhand kunnen veroveren.

Ik heb gehoord dat de onderaardse kerker onder de toren bijzonder diep is. Ha, men zal wel oppassen dat men daarin niet terecht komt.

Misschien zijn er in het kasteel ook nog oude schatten, dat zou mij goed van pas komen!  Er zou een onderaardse gang zijn, onder het Sieltief door helemaal tot aan de kerk of tot de plek waar enige jaren geleden een tweede burcht stond. Bange kasteelknechten hebben mij verteld dat men er niet in zou moeten gaan omdat er boze geesten zouden huizen. Kletspraat. Waarschijnlijk willen die schooiers alleen dat men hun geheimen niet ontdekt. Misschien ligt er zelfs wel de schat waar ik op hoop.

Hé jij, schildknaap! Waar is de ingang van de onderaardse gang? Klets niet zo lang! Vooruit, laat mij zien waar die is! Maak open die deur! En geef mij nu een fakkel.

Nee, jij blijft mooi hier! Niemand van jullie mag met mij mee! Wat ik vind zal geen ander krijgen! Ja, ja, sluit de deur weer achter mij, ik red mij wel alleen.

Hm, nogal donker hier. Koud en nat….

Wat was dat? Wie is daar? Ik ben Wiard Haiken, heer van Oldersum, kom direct te voorschijn en laat je zien jullie!

Ha! Mijn fakkel! Die is uit! Het is donker! Zo donker.

Help! Haal mij hieruit! Schiet op!

Wij hoeven ons over de goede Wiard Haiken geen zorgen te maken. Want, als hij werkelijk deze onderaardse gang heeft gebruikt, is hij er ongedeerd en  heelhuids weer uitgekomen. Hij is namelijk stamvader van de familie die hier sinds de 15e eeuw bijna 200 jaar regeerde en die zich “Von Oldersum” noemde, naar hun voorvaderlijk landgoed.

Of die tweede burcht, waarheen die onderaardse gang zou hebben gevoerd, er werkelijk geweest is, weet niemand zo precies. Zeker is dat vandaag de dag oud Oldersummers de plek van de “Junkersweg” nog kennen, een stuk achter de zeilmakerij.

Dat zou erop kunnen wijzen dat over het Sieltief  een ophaalbrug is geweest, die toegang bood tot de burcht.

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