Alleentour

Von der Fahrstraße zum Landschaftsbild

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Eine Allee: Das ist eine Straße, meist sehr gerade, an der links und rechts eine lange Reihe von Bäumen gepflanzt ist. Das weiß jeder. Aber wussten Sie, dass man ursprünglich nur schattige Gartenwege als Alleen bezeichnete? Erst später verwendete man das Wort auch für die von Bäumen flankierten Fahrstraßen.

Im Lauenburgischen gehören Alleen schon lange zum Landschaftsbild. Manche wurden als Zufahrt zu einem Herrenhaus angelegt – etwa nach Groß Zecher oder zum Schloss Wotersen. Andere verbinden einfach zwei Gemeinden miteinander. Die Bäume spenden den Reisenden Schatten – das war zum Beispiel für Napoleon ein Grund, viele baumbestandene Heerstraßen bauen zu lassen. Im Winter bieten Alleen sichtbare Anhaltspunkte in der verschneiten Landschaft. Früher hatten die Bäume manchmal noch einen anderen Nutzen: Kastanien etwa lieferten im Herbst jede Menge Tierfutter. Doch wichtiger war etwas anderes: Als geplante Straßen führen Alleen meist lange geradeaus und sind für ihre Entstehungszeit oft recht breit angelegt. Und das bedeutete eine zügige, sichere Reise!

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